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Baugrundstücke

Ein Baugrundstück, oder auch Bauland genannt, ist speziell für die Bebauung vorgesehen und durch öffentlich-rechtliche Vorschriften sowie Bebauungspläne geregelt. Die Einstufung eines Grundstücks als Bauland ergibt sich aus dem kommunalen Flächennutzungsplan oder dem Bebauungsplan. Liegt kein solcher Plan vor, gibt eine Bauvoranfrage beim örtlichen Bauamt Aufschluss über die Bebaubarkeit des Grundstücks. Die Lage ist ein entscheidender Faktor für den Wert eines Baugrundstücks. Grundstücke in städtischen oder infrastrukturell gut erschlossenen Bereichen sind tendenziell teurer, bieten aber auch gleichzeitig bessere Wertsteigerungschancen. Bei der Auswahl des Grundstücks sollten Sie auf folgende Punkte unbedingt achten: Erreichbarkeit, Anbindung an Verkehrswege, Verfügbarkeit von Anschlüssen für Wasser und Energie, starke Feuchtigkeit, wie bei beispielsweise in Quellennähe, sowie die Kosten und Lage. Zudem spielen individuelle Bauvorhaben und die Beschaffenheit des Grundstücks (z.B. Hanglage) eine wesentliche Rolle.

  • Nicht jedes Grundstück darf bebaut werden: Besonders bei Grundstücken, die als Bauerwartungsland ausgewiesen sind, kann eine Bebauung erst nach längerer Zeit möglich sein. Eine persönliche Besichtigung und die Prüfung von Bebauungsplänen und örtlichen Gegebenheiten sind essenziell.

  • Sicherheit bei der Grundstücksfinanzierung: Ein Blick ins Grundbuch und die Berücksichtigung von Finanzierungsvollmachten, Vorkaufsrechten und eventuellen Fördermitteln sind entscheidend für einen sicheren Kauf.

Wie teuer sind Baugrundstücke in Deutschland durchschnittlich?

  • Im zweiten Quartal 2023 betrug der durchschnittliche Preis für Bauland in Deutschland 262,49 €/m².
  • Die Preisspanne für Grundstücke bewegt sich zwischen 50 € und 1.300 € pro Quadratmeter.
  • In Berlin liegt der höchste durchschnittliche Preis bei 708,25 €/m² und in Hamburg bei 1.127,89 €/m².
 

Wie werden sich die Preise für Baugrundstücke bis 2026 entwickeln?

  • Für das Jahr 2024 wird ein durchschnittlicher Preis von etwa 311,86 €/m² erwartet.
  • Für das Jahr 2025 wird der Preis voraussichtlich auf etwa 339,93 €/m² steigen.
  • Im Jahr 2026 könnte der durchschnittliche Preis für Bauland in Deutschland auf rund 370,53 €/m² ansteigen.
 

Wie berechne ich den Wert von einem Grundstück?

Der Bodenwert eines Grundstücks lässt sich mit der Formel „Bodenwert = Bodenrichtwert x Fläche in m²“ berechnen. Der Bodenrichtwert stellt dabei einen Referenzwert dar, der auf tatsächlichen Verkaufspreisen und Schätzungen basiert.

Wie beeinflußt die Lage den Wert meines Baugrundstücks?

Die Lage ist ein wichtiger Faktor für den Wert eines Baugrundstücks. Grundstücke in bevorzugten städtischen Gebieten oder mit guter Anbindung und Infrastruktur sind tendenziell wertvoller. Zukünftige Entwicklungspläne der Region, wie beispielsweise der Bau von Verkehrsverbindungen oder Gewerbegebieten, können ebenfalls den Wert beeinflussen.

Was bedeutet die GRZ und GFZ bei Baugrundstücken?

Die GRZ und GFZ bestimmen, wie groß und wie hoch ein Gebäude auf dem Grundstück sein darf. Die GRZ gibt an, welcher Anteil des Grundstücks bebaut werden darf, zum Beispiel eine GRZ von 0,4 bedeutet, dass 40% der Grundstücksfläche überbaut werden dürfen. Die GFZ hingegen bestimmt das zulässige Maß der Gesamtgeschossfläche, die auf einem Grundstück errichtet werden darf, und wirkt sich somit auf die mögliche Anzahl der Stockwerke und die gesamte Wohnfläche aus.

Wie erfolgt die Finanzierung und Suche eines Baugrundstücks?

Die Suche nach dem passenden Baugrundstück und dessen Finanzierung erfordern eine umfassende Planung. Neben der Budgeterstellung ist der Vergleich verschiedener Finanzierungsoptionen wesentlich. Nützliche Strategien umfassen die Recherche in Online-Immobilienportalen, die Konsultation mit Immobilienmaklern sowie die Erkundung bei örtlichen Behörden. Ebenso kann das eigene Netzwerk wertvolle Hinweise liefern.

Welche Rolle spielen die Erschließungskosten beim Grundstückskauf?

Erschließungskosten sind zentrale Bestandteile der Gesamtkosten eines Grundstücks. Sie umfassen die Kosten für den Anschluss an die grundlegende Infrastruktur wie Wasser-, Strom- und Abwasserversorgung. Diese Kosten variieren je nach Standort und notwendigen Maßnahmen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Käufer sich im Vorfeld über den Erschließungszustand und die damit verbundenen Kosten informieren.

Was müssen Käufer beim Umgang mit Bauerwartungsland und Rohbauland beachten?

Sowohl Bauerwartungsland als auch Rohbauland bieten bestimmte Herausforderungen. Bauerwartungsland ist noch nicht für die sofortige Bebauung vorgesehen und kann zeitliche Verzögerungen mit sich bringen. Rohbauland hingegen ist bereits für die Bebauung bestimmt, jedoch noch nicht erschlossen. Käufer sollten sich der potenziellen Zusatzkosten und der Zeit, die bis zur Bebauung vergehen kann, bewusst sein.

Tipps für eine erfolgreiche Baugrundstücksuche

  • Online-Suche auf Immobilienportalen.
  • Einbindung professioneller Makler.
  • Erkundigungen bei lokalen Behörden und Gemeinden.
  • Ausschau nach Auktionen und Zwangsversteigerungen.
  • Nutzung persönlicher und beruflicher Netzwerke.

 

Was ist bei der Finanzierung von Baugrundstücken zu beachten?

Die Finanzierung eines Baugrundstücks sollte auf einer soliden Budgetplanung basieren, die alle möglichen Kosten inklusive Kaufpreis, Erschließung, Notargebühren und Steuern berücksichtigt. Ein Vergleich verschiedener Finanzierungsoptionen sowie die Inanspruchnahme von Fördermitteln können finanzielle Vorteile bieten.